Die Gruppe der Leibwache besteht aus ca. 40 Soldaten, darunter mehrere Trommler, Fahnenträger und den kommandierenden Offizieren.
Die Leibwache oder Leibgarde war für die körperliche Unversehrtheit von wohlhabenden Adeligen und bedeutenden und bedrohten Persönlichkeiten wie auch Militärvertretern verantwortlich. Der Schutz war rund um die Uhr zu gewährleisten. Leibwachen im Mittelalter waren meist die einzigen stehenden Truppen von Fürsten. Ihre Bewaffnung, Ausrüstung und ihr Auftreten entsprach dabei einer auserlesenen Gardetruppe und Eliteeinheit mit gleichzeitig starkem Symbolcharakter. Sie bestand meist aus Berittenen sowie Fußsoldaten. Wallenstein verfügte ebenso über solch eine persönliche Schutztruppe wie Prinz Ulrich von Dänemark, der Wallenstein in Memmingen aufsuchte.
Für Wallenstein sowie auch für andere Adelige war eine Leibwache selbstverständlich. Neben ihrer Funktion als Schutztruppe stellte sie natürlich auch ein Standessymbol dar. Dies spiegelte sich natürlich in Ausrüstung und Auftreten wieder. Die Uniformen aber auch die Gewänder der Frauen und Kinder sind ihrem Stande entsprechend, denn in der Leibwache dienten überwiegend nicht erbberechtigte Nachkommen Adeliger.
Besuchen Sie die Leibwache Wallensteins im Internet
Besuchen Sie die Leibwache der Dänen im Internet